Personalabbau: Wie arbeitet der Rest?

Wissenschaftliche Studien weisen nach, dass es noch nicht einmal jedem zweiten Betrieb gelingt, nach einem Personalabbau die Produk­tivität zu erhöhen. Mitarbeiter erbringen nach einer Personalreduktion zwar weiterhin eine genügende Leistung, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlie­ren, aber das vor dem Personalab­bau gelebte, über den Dienst nach Vorschrift hinaus gehende Engagement, nicht mehr zeigen.

Die Nichtgekündigten sind darauf bedacht, möglichst keine Feh­ler machen, da diese bei der nächsten Personalreduktion gegen sie verwendet werden könnten. Die Angst vor Misserfolgen schlägt sich sicherlich in einem wenig innovat­iven Verhalten nieder. Dieser Rest der Mitarbeiter kann demnach kaum zum Ausgleich der nach dem Personalabbau entstehenden Lücken und Unsicherheiten beitragen.

So ist auch die obengenannte Studie zu verstehen, dass es noch nicht einmal jedem zweiten Betrieb gelingt, nach einem Personalabbau die Produk­tivität zu erhöhen. Wenn Kolleginnen und Kollegen aus Rationa­lisierungsgründen ihren Ar­beitsplatz verlieren, kann das zu einer tiefgreifenden und stark die Leistungsbereit­schaft beeinflussenden Ver­unsicherung der Restbeleg­schaft führen! Ihre Motivation sinkt deutlich, innere Kündigung und Dienst nach Vorschrift machen sich breit. So weit haben sicherlich die betroffenen Firmen nicht gedacht.

Fazit: Das zunächst positive Ge­fühl der Erleichterung, nicht entlassen worden zu sein, wird bald von Ängsten ab­gelöst. Die Nichtgekündigten fürchten wohl längere Arbeitszei­ten, geringere Aufstiegschancen und eigene Kündigung. Und bei dem einen oder anderen treten vielleicht Schuldgefühle auf, wenn der Rest der Firma Über­stunden leisten muss, während die Entlassenen kei­ne neue Anstellung finden.

Dieses Aufwallen der Ge­fühle kann in eine deutlich veränderte Einstellung dem Unternehmen gegenüber münden. U. a. kann die Arbeitszufriedenheit und die innere Bindung an den Be­trieb sinken. Daraus geht ganz deutlich hervor, dass ein Personalabbau in erster Linie für die Firma selbst zumeist Nachteile bringt!

Das heißt aber auch für den verbliebenen Rest der Arbeitnehmer, nicht erst bis zum Schluss warten, bis die Gefühle „überkochen“, sondern solange man noch in einer „sicheren“ Position ist, Vorsorge treffen…..

Wie leicht kann man sonst in die „Mühle“ des Arbeitsamtes geraten und bis in den Hartz-IV-Keller sinken. Eine erste Hilfe dagegen bietet zum Beispiel mein Buch Nie wieder arbeitslos! Es liegt sofort zum Abruf bereit!
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