Archiv der Kategorie 'Gerichtsurteile'

Geht das?: Vorsorglich kündigen

Mittwoch, den 18. März 2009

Weil ein Chef weniger Aufträge erwartete, hat er einigen Mitarbeitern vorsorglich gekündigt. Darf er das überhaupt?
Nein, Firmen dürfen nicht vorsorglich Arbeitnehmer entlassen, weil z.B. wichtige Aufträge wegfallen könnten. Erst wenn es für einen Mitarbeiter ganz sicher nichts mehr zu tun gibt, ist dessen Kündigung erlaubt (BAG, 2 AZR 256/01).

Surfen und Kündigung?

Dienstag, den 3. Februar 2009

Wird einem Arbeitnehmer nachgewiesen, dass er innerhalb eines halben Jahres etwa fünf Stunden lang Seiten von Bordellen angeschaut hat, darf sein Arbeitgeber ihm nicht fristlos kündigen. Zuvor muss der Angestellte abgemahnt werden,entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Für eine sofortige Kündigung müsste das Surfverhalten „ausschweifend und exzessiv“ sein (Az.: 10 Sa 505/07).

Kündigung ohne Integrationsamt

Freitag, den 9. Januar 2009

Wird einem schwerbehinderten Arbeitnehmer gekündigt, kann er gegen die Entlassung auch nach Ablauf der gesetzlichen Frist von drei Wochen  angehen, wenn die Kündigung ohne Zustimmung des Integrationsamtes ausgesprochen wurde. (BAG, Az: 2 AZR 864/06)

Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen….

Freitag, den 28. November 2008

Wer den Arbeitsplatz mehrfach aus  privaten Gründen verlässt, ohne die Stechuhr zu betätigen, darf fristlos gekündigt werden. So etwas sei ein  „schwerer Vertrauensbruch“. (LAG Rhinland-Pfalz, 4 Sa 996/06).

Reicht es für eine Kündigung?

Dienstag, den 18. November 2008

Versehentlich trug eine Büroangestellte zwei Stunden mehr Arbeitszeit ein und wurde prompt gekündigt. Zu Unrecht: Eine derartige Unachtsamkeit reicht nicht für eine Kündigung. Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass es ein echter Betrugsversuch war. (LAG Hessen, Az. 6 Sa 1191/05)