Arbeitslos? Erkenne dich selbst!
„Erkenne dich selbst”, riet das Orakel von Delphi. Und im Thomasevangelium, einem von 52 Texten, die 1945 in Nag Hammadi am Toten Meer gefunden wurden, werden Jesus folgende Worte zugeschrieben:
“Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du hervorbringst, dich retten. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du nicht hervorbringst, dich zerstören.”
Was bedeutet: Wer sein Wesen und seine Bestimmung erkennt, der wird leben. Wer dagegen seine Bestimmung verkümmern lässt, wer sich selbst nie wirklich kennenlernt, der wird sich nicht nur nicht entfalten können, er riskiert auch, dass das nicht Gelebte ihn vom Leben fernhält.
Ursula Nuber schrieb dies eben Gelesene u.a. in dem Oktoberheft von „Psychologie heute“. Der Artikel ist hochinteressant und sollte eigentlich von jedem (nicht nur von Arbeitslosen) gelesen werden. Es geht um die ganz persönliche wahre Berufung, ein authentisches, selbstbesimmtes Leben zu führen.
Es kommt im Wesentlichen darauf an, dass wir nur dann zu einem glücklichen und erfüllten Leben finden, wenn wir authentisch leben, d.h. wenn wir aus uns selbst heraus leben und Entscheidungen treffen, und nicht bloß die Erwartungen von aussen erfüllen. Im Klartext: Nicht das Leben der anderen leben!
Ganz richtig schreibt Ursula Nuber, dass es untrügliche Zeichen dafür gibt, dass das Leben, das man führt, kein authentisches Leben ist:
- Man hat Erfolg im Beruf, aber keine wirkliche Freude daran!
- Man weiß nicht genau, was man will. Aber man weiß, dass man dieses Leben so eigentlich nicht will.
Die “arbeitslose Zeit” sollte man also intensiv nutzen, um authentischer zu werden. Die Praxis finden Sie im Buch Nie wieder arbeitslos. Da ist eigentlich das Schöne an der Arbeitslosigkeit: Das Leben in die beruflichen Bahnen zu lenken, was schon immer der Berufswunsch war! Es geht um einen (radikalen) Neuanfang! Dazu Ursula Nuber:
„Man weiß eigentlich, welche Veränderungen notwendig wären, damit das eigene Leben sinnvoller wird. Aber immer wieder findet man Entschuldigungen und Ausreden, warum man diese Änderungen gerade jetzt nicht durchführen kann.“
Erst wenn man die beruflichen Veränderungen in Angriff genommen hat, ist das Leben lebenswert. Das Leben muss gelebt werden. Ein Zeichen für ein ungelebtes Leben ist das Gefühl Opfer seiner Arbeitslosigkeit zu sein!
Zusammengefasst geht es darum, den Beruf auszuüben, der wirklich Spaß macht. Vielleicht lässt sich sogar das Hobby zum Beruf machen? Man sollte da alles in Erwägung ziehen!
Ursula Nuber schreibt nochmals, dass authentische Menschen nicht unbedingt ein Leben führen, dass von anderen bewundert wird. Sie leben so, wie sie es für richtig halten. Und zum Schluss erfahren wir weiterhin von ihr:
„Wer authentisch lebt, hat seine Bestimmung gefunden. Nur wer seine Bestimmung kennt und sie lebt, kennt den Grund seines Lebens. Menschen sind dann am glücklichsten, wenn sie das tun, was sie am besten können….“
Deutlicher kann man es eigentlich mehr sagen! Es geht also darum, seine wahre Berufung zu entdecken, wie schon so oft in diesem Blog erwähnt, dann hat man das sogn. Glück gepachtet. Bitte lesen Sie auch dazu die Glücksserie Nie wieder arbeitslos durch Glück?
Und ganz zum Schluss, eine kleine Wiederholung vom Anfang, was Jesus, der Meister aller Meister sagte, in etwas abgewandelter Form: “Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du hervorbringst, dich retten vor der Arbeitslosigkeit!“
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Am 19. Oktober 2008 um 14:54 Uhr
Es kann aber nicht jeder so Leben wie er will, da macht ihr es euch nen bissl einfach. Es gibt auch Menschen deren Leben davon bestimmt wird, weil sie Verantwortung übernehmen, sei es für Familie oder für Freunde und andere Menschen. Gerade wer Kinder hat, der kann eben nicht einfach neu starten und radikale Schritte gehen.